☏ 030 - 440 48 480   ✉ info@harmony-power.de

Ab- und ausleitende Verfahren

Die Geschichte der ab- und ausleitenden Verfahren reicht zurück bis in die Antike. Die Ägypter, Chinesen, Griechen, Inder und Römer, alle alten Kulturen machten sich bereits die medizinischen Verfahren zu Nutzen, Man schrieb in jenen Zeiten die Ursache für Krankheit einer fehlerhaften Zusammensetzung der Körpersäfte zu. Als Begründer dieser Lehre wird häufig Hippokrates (460-377 v. Chr.) genannt, doch weiß man inzwischen, dass bereits rund zwei Jahrtausende zuvor in China und Ägypten solche Verfahren bekannt waren. Eine Renaissance erlebten die Ab- und Ausleitenden Verfahren dann durch die Veröffentlichungen des Bernhard Aschner (1886-1960), der auch das Gesamtwerk des Paracelsus (1493-1541) übersetzte. Aschner betrachtet die Zelle als eine Einheit, die nur im Zusammenhang mit den sie umgebenden Körpersäften gesehen werden kann. Die alten Erfahrungen der Säftelehre und die neuen Erkenntnisse über die Regelkreisläufe im Körper führen zu vielfältigen Möglichkeiten der Entgiftung. Zu den Verfahren gehören:

  • Ableitungsdiät
  • Ableitungsverfahren
  • Aderlass
  • Baunscheidtieren
  • Blutegeltherapie
  • Darmbad
  • Dauerbrause
  • Kantharidenpflaster
  • Schröpfen

Ableitungsverfahren

Ableitungsverfahren kann man als „therapeutische Eingriffe in den Organismus auf natürlichem Wege“ bezeichnen. Durch Ableitungsverfahren wird in gestörte und somit krankhafte Funktionen des Körpers eingegriffen, indem der Blut- und Säftestrom aus Regionen des Körpers mit Kreislaufstauungen und entzündlich bedingter Blutfülle abgeleitet wird. Dies geschieht z.B. mit Hilfe von Wickeln, Bädern, Teilpackungen und anderen Methoden. Mit sogenannten Reizverfahren regen wir die Ausscheidungstätigkeit von Haut, Nieren und Darm an. Hierbei spielt besonders die Haut eine große Rolle. Besonders über die Haut erreicht man durch Ableitungsverfahren eine recht gute Beseitigung von Schmerzursachen. Mit Hilfe von Ableitungsverfahren wird der Organismus von schmerz- und entzündungserregenden Stoffen befreit. Sie gehören zu den noch heute mit großen Erfolg angewendeten überlieferten >hippokratischen Lehren<. Praktiziert man diesen sog. Hippokratismus, so erhalten unter Schmerzen leidende Patienten, keine wie in der Schulmedizin heute leider üblich, Flut von von schmerzstillenden Mitteln. Bei naturheilkundlichen Heilmethoden werden einem Patienten nur sehr selten schmerzstillende Mittel verabreicht. Dies bedeutet aber nicht, dass er lange leiden soll! Der Therapeut im naturheilkundlichen Sinn sucht den Grund des Schmerzes zu finden, um den schmerzhaften Zustand durch Beseitigung seiner Ursache mit Hilfe von Ableitungsverfahren zu beheben. Meist verspürt der Patient schon nach der ersten Behandlung eine deutliche Erleichterung. Ab- bzw. Ausleitungsverfahren sollten die Grundlage jeder praktischen Heilkunde darstellen,da sie sich unter allen Therapieverfahren über Jahrhunderte hinweg immer wieder bewährt haben.